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© Phil Dera
Nachhaltigkeit und Risikowahrnehmung

Welche Risiken bedrohen uns wirklich?

Via DIE ZEIT • Carola Hoffmeister • 12.03.2015

Nachhaltigkeit und Risikowahrnehmung – wie passt das zusammen? Dieser Frage gingen Wissenschaftler und Politiker auf einem von ZEIT WISSEN und der Bildungsinitiative »Mut zur Nachhaltigkeit« initiierten Kongress in Hamburg nach. Dort wurden außerdem Menschen mit herausragenden Ideen zur Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

»Die Lage ist ernster denn je«, warnte Klaus Wiegandt die rund 400 Teilnehmer des Nachhaltigkeitskongresses im Hamburger Emporio Tower. Der ehemalige Spitzenmanager sprach in seiner Begrüßungsrede über die Risiken des Klimawandels. Seit mehr als 15 Jahren beschäftigt sich Wiegandt mit dem Thema Nachhaltigkeit. Als Vorsitzender der Bildungsinitiative »Mut zur Nachhaltigkeit« hatte er vor drei Jahren gemeinsam mit dem Magazin ZEIT WISSEN einen Preis ausgelobt, mit dem Menschen geehrt werden sollen, die herausragende Ideen zur Nachhaltigkeit vermitteln oder in die Tat umsetzen.

2014 ging der ZEIT WISSEN-Preis Mut zur Nachhaltigkeit an Niko Paech, den »Propheten des Weniger«, der an der Universität Oldenburg seine Vorstellung von einer Postwachstumsökonomie lehrt. Außerdem wurden in der Kategorie »Handeln« die Initiatoren der sogenannten »Essbaren Stadt Andernach« ausgezeichnet. Sie hatten an der Uferpromenade sowie im Schlossgarten von Andernach Kürbisse, Tomaten und anderes Gemüse angepflanzt, an dem sich jeder gratis bedienen darf. Es sind solche Pioniere des Alltags, die Klaus Wiegandt zuversichtlich stimmen. Dennoch schreckte er nicht davor zurück, auf dem Kongress ein düsteres Bild der Zukunft zu zeichnen.

 

Wie können Risikowahrnehmung und Nachhaltigkeit zusammenpassen? Um diese Frage ging es. »Wie würden die Regierungen der Welt reagieren, wenn Astrophysiker verkündeten, dass am 3. Dezember 2073 ein Asteroid auf der Erde einschlagen und 70 Prozent allen Lebens vernichten wird?«, fragte Wiegandt in Anlehnung an den britischen Wissenschaftler Stephen Emmott, der in seinem Bestseller »Zehn Milliarden« drastische Fakten zum Klimawandel zusammengetragen hat. Wiegandt skizzierte in seinem Begrüßungsvortrag das laut Emmott wahrscheinlichste Szenario: Die Hälfte der Demokratie-Vertreter würde sich darauf konzentrieren, den Asteroiden zu stoppen. Die andere Hälfte trüge Sorge für das Überleben der Spezies. Völlig anders als bei einer potenziellen Bedrohung aus dem All verhalte es sich aber beim Klimawandel. Hier verharrten die Politiker weitgehend in Passivität. »Dabei sind, Wissenschaftlern zufolge, die Auswirkungen des Klimawandels mit Überschwemmungen, Dürren und daraus resultierenden Hungersnöten ähnlich verheerend für die Menschheit wie ein aufprallender Asteroid«, fasste Wiegandt zusammen und schob weitere Fakten nach: Die CO2-Emissionen sind von 22 Milliarden Tonnen im Jahr 1992 auf 35 Milliarden Tonnen 2014 gestiegen. Das vergangene Jahr war außerdem das global wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts. »Doch schon heute stehen Politikern Instrumente zur Verfügung, die Meilensteine im Klimaschutz setzen könnten und die weder die Strukturen der Wirtschaft auf den Kopf stellen noch Massenarbeitslosigkeit verursachen würden«, gab sich Wiegandt optimistisch und führte aus:

Das Abbrennen und Abholzen der Regenwälder müsse sofort gestoppt werden – bei gleichzeitiger Zahlung von Ertragsausfällen an die Schwellen- und Entwicklungsländer. Ein Weltaufforstungsprogramm, vornehmlich auf der Südhalbkugel, würde außerdem Kohlendioxid binden. Und schließlich müssten alle Kohlekraftwerke auf den neuesten Stand der Technik gebracht und Teil eines fortschrittlichen Energiemixes werden. »Studien belegen, dass allein durch diese Maßnahmen jährlich bis zu elf Milliarden Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden können.« In Bezug auf Kosten berief sich Wiegandt zudem auf einen Bericht des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Nicholas Stern. Dieser hatte darin in Übereinstimmung mit einer McKinsey-Studie aufgezeigt, dass für wirkungsvolle Klimaschutz-Maßnahmen weltweit jährlich 500 bis 1000 Milliarden US-Dollar aufgebracht werden müssten. »Die Summe relativiert sich schnell, wenn man bedenkt, dass weltweit allein 640 Milliarden Dollar in Werbung und 1500 Milliarden Dollar in die Verteidigungshaushalte fließen. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird uns der Klimawandel in Zukunft noch weitaus mehr Geld kosten.«

Was hindert Politiker und Bürger daran, endlich aktiv zu werden? Wiegandt hatte einen Gast eingeladen, der eine mögliche Antwort auf diese Frage geben konnte: Ortwin Renn lehrt Umwelt- und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart und ist Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung. Sein Vortrag fußte auf seinem kürzlich erschienenen Sachbuch Das Risikoparadox. Warum wir uns vor dem Falschen fürchten. »Viele Menschen fürchten sich vor den falschen Risiken – etwa vor Gewaltkriminalität, die aber zumindest in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren stark abgenommen hat«, erläuterte Renn auf dem Kongress. Diese Fehleinschätzung führe zu der paradoxen Situation, dass die wirklichen Gefahren verharmlost oder gar nicht erst wahrgenommen würden. Der Klimawandel etwa bedrohe als sogenanntes systemisches Risiko die ganze Gesellschaft. Er verlaufe in einem schleichenden Prozess, und das evolutionär bedingte Denken in Ursache und Wirkung führe bei ihm nicht weiter. Denn die Folgen des Treibhauseffekts werden erst in vielen Jahren in ihrem vollen Ausmaß sichtbar werden. Will der Mensch solche systemischen Gefahren abwenden, braucht er also nicht impulsiv oder schnell zu reagieren wie einst der Urmensch in der Savanne vor dem Löwen. Er muss nicht fliehen, sondern im Gegenteil bedacht und vorausschauend handeln. Renn: »Den Irrtum als Lernmethode können wir uns in dieser Angelegenheit nicht leisten. Wir müssen eingreifen, bevor es zu spät ist. Das setzt natürlich ein hohes Maß an vorbeugendem Katastrophen- und Risikomanagement voraus. Und jeder weiß, wie schmerzhaft es ist, aus Vernunftgründen auf etwas zu verzichten.«

 

Die Welt ist so komplex, dass man Computermodelle aus vielen Fachrichtungen braucht, um kommende Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen.

Ortwin Renn

Einer, der bereits seit 30 Jahren vorausschauend handelt, ist Michael Otto. »Mister Nachhaltig« nannte ihn die Moderatorin der Veranstaltung, Inka Schneider, in ihrer Begrüßung. Als ehemaliger Vorsitzender der Otto Group hat Michael Otto das gleichnamige Unternehmen nicht nur zu einem erfolgreichen Versandhaus und dem hinter Amazon weltweit größten Onlinehandel ausgebaut. In einer Zeit, als es in den Unternehmen in erster Linie um Gewinnmaximierung ging, praktizierte der promovierte Volkswirt bereits Umweltschutz als Unternehmensziel. Eine der drei von Otto vorgestellten Initiativen zum Klimaschutz findet in 5000 Kilometer Entfernung statt: »In Afrika leben Millionen von Baumwollbauern, die mit ihrer Arbeit kaum ihre Existenz sichern können und deshalb mehr und mehr in die Metropolen flüchten«, berichtete der Träger des Deutschen Umweltpreises. »Da Baumwolle aber die wichtigste Faser der Textilindustrie ist, wollten wir die Bauern gern auf ihrer Scholle halten.« Darum gründete Otto vor zehn Jahren die Initiative »Cotton made in Africa« und begann, mit einem Expertenteam den Bauern schonende Anbautechniken nahezubringen. Die Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert mittlerweile in acht Ländern Afrikas, und das Engagement zahlt sich aus: Die Böden bleiben durch Naturdünger lange fruchtbar, die Bauern erzielen bessere Ernteeinträge und dadurch auch höhere Einkommen.

Keine Kinderarbeit, keine Benachteiligung aufgrund ethnischer Herkunft, bezahlte Überstunden – auch diese Sozialstandards fordert Michael Otto von seinen Lieferanten.

Die Unternehmen, die Baumwolle »made in Africa« vertreiben, profitieren gleichfalls von dieser Nachhaltigkeitsidee. Die Shirts und Jeans aus nachhaltig produzierter Baumwolle werden gern gekauft und tragen zum positiven Image des jeweiligen Labels bei. Eine Investition in die Zukunft – da ist sich Michael Otto sicher.

Ein weiterer Gast auf dem Nachhaltigkeitskongress war Margret Suckale, Arbeitsdirektorin des nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größten Chemiekonzerns BASF.

Die Juristin Margret Suckale engagiert sich als BASF-Arbeitsdirektorin und als Vorsitzende des Bundesarbeitgeberverbands Chemie für nachhaltiges Handeln.

»Bio ist nachhaltig. Aber was ist Chemie?«, wollte ZEIT WISSEN-Herausgeber und Mitinitiator des Nachhaltigkeitspreises Andreas Sentker von ihr wissen. »Wir stellen Katalysatoren her – so lautet die kürzeste Aussage unseres Unternehmens über Nachhaltigkeit«, gab die Managerin zurück. »Und wenn das Elektroauto mit Batterie fährt, ist das ebenfalls reine Chemie. Davon abgesehen ist allein die Tatsache, dass wir leben, nicht zuletzt der Chemie zu verdanken. Ohne synthetischen Dünger wäre die Bevölkerung in Europa nicht auf den heutigen Stand angewachsen. Von biologischer Nahrung werden niemals alle satt«, führte sie in Anspielung auf das Risikoparadoxon weiter aus. Der Soziologe Ortwin Renn hatte in seinem Vortrag dargestellt, dass die Angst vor Chemieunfällen oder Pestiziden im Mineralwasser tief im Bewusstsein vieler Menschen verankert ist. In der Gegenwart sei diese Bedrohung aber so gering, dass sie vernachlässigt werden könne.

So wundert es nicht, dass Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz nichts dagegen hätte, wenn BASF einen Industriestandort vor Ort errichten würde. »Ausdrücklich! Und gern mitten in der Stadt«, bekräftigte Scholz auf dem Kongress – und das, obwohl in Hamburg 1984 ein Chemiewerk aufgrund eines Dioxinskandals geschlossen werden musste. „Die sogenannte Charta von Athen – das heißt: die Trennung der unterschiedlichen Funktionen in der Stadt – ist eine ökologische Katastrophe. Denkt man an den CO2-Fußabdruck, der entsteht, wenn die Leute auf dem Land leben und jeden Weg mit dem Auto zurücklegen, gibt es nichts Ökologischeres als eine dicht besiedelte Metropole. Deshalb arbeiten wir in Hamburg auch architektonisch an einer zunehmenden Verbindung von Wohnen und Wirtschaft«, erläuterte Scholz das neue Denken und nannte als Beispiel ein Projekt mit der Handwerkskammer, bei dem in einem Gewerbehof noch im vierten Stockwerk Industrie angesiedelt werden soll. Als Erster Bürgermeister einer wachsenden Stadt ist Scholz überzeugt, dass Wachstum und Nachhaltigkeit zusammenpassen. »Die Herausforderung aber ist natürlich, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Deshalb spielt für uns nicht nur der Bau von ungefähr 100 000 neuen Wohnungen eine Rolle. Sondern wir werden auch den Nahverkehr weiter ausbauen müssen.«

Bürgermeister Olaf Scholz will die Nachhaltigkeit in Hamburg durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs vorantreiben.

Die Erfahrung, dass man mit solchen Themen auf der Beliebtheitsskala vieler Wähler nicht punktet, machte Scholz bei der Bürgerschaftswahl am 15. Februar. Die SPD verlor die absolute Mehrheit vermutlich nicht zuletzt aufgrund des von Scholz initiierten 260-Millionen-Euro schweren Busspuren-Projekts. »Ist die Busbeschleunigung Ihr persönliches ,Stuttgart 21‘?«, wendete sich Andreas Sentker an Scholz. Der lachte und winkte ab: »Der Verlust der Stimmen ist im Grunde ein Hinweis darauf, dass man nicht zu ängstlich sein darf, wenn man gute Politik machen möchte. Wir müssen den Kapazitätsausbau unserer Busse vorantreiben, wenn wir den Nahverkehr der Zukunft bewältigen wollen«, gab sich Scholz selbstbewusst.

Sand ins Getriebe streuen wollte Ortwin Renn in der Diskussion. »Wir haben heute noch keinen Wachstumskurs, der nachhaltig ist«, gab er zu bedenken. »Deshalb müssen wir uns die Frage stellen, wie wir die Konsumbedürfnisse der Menschen auf eine Weise erfüllen können, die mit den Regeln der Nachhaltigkeit übereinstimmt. Wir brauchen neue Ideen sowie Start-ups für Produkte ohne ökologischen Nachhall.«

Nachhaltigkeit ist kein Stimmungskiller. Angeregt diskutierten auf dem Podium die Konferenzteilnehmer darüber, unter welchen Vorzeichen eine nachhaltige Gesellschaft funktionieren könnte. Von links: Moderiert von Andreas Sentker, lieferten Michael Otto, Ortwin Renn, Olaf Scholz und Margret Suckale Impulse für die Debatte.

 

Frische Ideen präsentierten die ausgewählten Initiativen, welche die ZEIT WISSEN-Leser sowie die Jury für den Nachhaltigkeitspreis 2015 vorgeschlagen hatten. Als gemeinsamer Nenner verbindet die Nominierten der Kategorie »Wissen« eine künstlerische Annäherung an das Thema Ressourcenschonung. Da sind zum einen die »Stoffgeschichten«, die der Chemiker Armin Reller schreibt, indem er den Weg von Rohstoffen in all seinen ökologischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Facetten nachvollzieht. Das Theaterprojekt »Kunst schafft Wissen« vermittelt zum anderen Informationen zum Klimawandel, indem Fakten in einem anschaulich erlebbaren Theaterstück verpackt werden. Der Preisträger Van Bo Le-Mentzel hingegen stellt die Baupläne für seine »Hartz-IV-Möbel« zum kostenlosen Download im Internet bereit. »Architektur und Design scheinen viel mit Nachhaltigkeit zu tun zu haben – das hat sich heute gezeigt bei den Themen Städtebau oder Mode ›made in Africa‹ «, sagte der Architekt und Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg Friedrich von Borries in seiner Laudatio. »Van Bo Le-Mentzel verwendet keine besonders leistungsfähigen Materialien. Aber indem er die Baupläne mit uns teilt, lädt er uns ein, ein alternatives ökonomisches Modell selbst zu erproben. Die Anleitung zum Selber-Erleben scheint mir die sinnvollste Form von Wissensvermittlung zu sein, die man sich vorstellen kann«, begründete Jurymitglied Borries außerdem die Entscheidung für das Siegerprojekt. Mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm freute sich der 37-jährige Le-Mentzel über die Auszeichnung. Das Preisgeld von 10 000 Euro will der Berliner jedoch seinen Mitstreitern überlassen. »Ich mag keine Konkurrenz unter Künstlern«, erklärte er.

In der Kategorie »Handeln« wurden Projekte von Menschen nominiert, die den Schritt abseits ausgetretener Pfade wagen. Die ehemalige Werberin Sina Trinkwalder zeigt mit ihrem sozial und ökologisch nachhaltigen Label manomama, dass Textilproduktion in Deutschland möglich ist. Tom Hansing koordiniert deutschlandweit rund 200 Reparatur-Cafés. Dort haben Bürger die Möglichkeit, unter Anleitung von Experten und in angenehmer Atmosphäre defekte Laptops, Fahrräder oder Spielsachen instand zu setzen. Der prämierte Solarkiosk des Juristen Andreas Spieß wiederum bringt Sonnenstrom in entlegene und von Elektrizität abgeschnittene Gebiete Afrikas. »Wir haben gern ein Projekt ausgezeichnet, das unsere verinselte Welt verlässt – und zwar mit dem grundlegend emanzipativen Ansatz, den Menschen etwas zu ihrer eigenen Existenzsicherung an die Hand zu geben«, erklärte der Sozialpsychologe und Popstar der Nachhaltigkeitsszene Harald Welzer die Jury-Entscheidung.

Parallel zum Nachhaltigkeitskongress im 23. Stock fand im Kellergeschoss des Emporio Tower der »Weltretter Wettbewerb« von ZEIT LEO statt, dem Kindermagazin der ZEIT. Ob klein oder groß, Preisträger oder Nominierter – allen an diesem Tag beteiligten Gästen war gemeinsam, dass sie Mut zur Nachhaltigkeit beweisen. Sie alle wollen auf die Risiken der Zukunft reagieren.

 

Fotos: Phil Dera

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Vor Pestizidrückständen, Antibiotika oder Hormonen im Fleisch fürchten sich

70 %

der Deutschen.

Auf das Konto dieser Gefahren gehen aber nur etwa 15 tödliche Krebserkrankungen im Jahr.

Gesellschaftlicher Wandel kommt immer von unten, aber es dauert oft lange, bis er die Ebene der Gesellschaftlichen Funktionseliten und der Politik erreicht.

Klaus Wiegandt