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Für den ZEIT WISSEN-Preis Mut zur Nachhaltigkeit 2018 wurden wieder herausragende Personen, Projekte, Initiativen und Unternehmen in den Kategorien WISSEN, HANDELN und DURCHSTARTEN ausgewählt.

Kategorie WISSEN


© Jörg Gläscher

Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V.

Die unabhängige Organisation setzt sich für eine soziale, ökologische und demokratische Wirtschaft und Gesellschaft ein. Das Konzeptwerk eröffnet Bildungs- und Austauschräume rund um Themen des sozial-ökologischen Wandels. Es will zeigen, dass alternative Wirtschaftsformen schon heute existieren und als Anknüpfungspunkte für diesen Wandel dienen. Durch die Kooperation mit wachstumskritischen Initiativen und sozialen Bewegungen für globale Gerechtigkeit will es eine Veränderung von unten bestärken. Das Konzeptwerk bringt Schwung und neues Wissen in zivilgesellschaftliche Diskurse und Praktiken.

www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org

https://youtu.be/sTiEjHZuS1Y


© Sachverständigenrat für Verbraucherfragen

Prof. Dr. Lucia A. Reisch

Die Arbeitsschwerpunkte von Lucia Reisch liegen vor allem in der Verbraucher- und der Nachhaltigkeitspolitik. Mit ihrer Forschung untermauert sie verbraucherrelevante Sachverhalte wissenschaftlich, sie vernetzt die Akteure der Verbraucherforschung und sorgt für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Politik. Lucia Reisch ist Professorin für Konsumforschung und Verbraucherpolitik an der Copenhagen Business School, Gastprofessorin an der Zeppelin Universität, Vorsitzende des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen sowie Mitglied in mehreren Beiräten, u. a. im Rat für Nachhaltige Entwicklung.

https://youtu.be/Z4aa3WSWk0Q


© Peter Rigaud

Yeşil Çember – ökologisch interkulturell

Yeşil Çember (»Jeschil Tschember«, Türkisch für »Grüner Kreis«) aktiviert türkischsprachige Menschen in Deutschland für Umweltthemen und verbreitet somit nachhaltige Lebensstile. Mit niedrigschwelligen und kulturspezifischen Aufklärungsmaterialien, Umweltbotschaftern und interkulturellen Veranstaltungen erreicht die Umweltorganisation in einzigartiger Weise Menschen mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus berät die von Gülcan Nitsch ins Leben gerufene Organisation Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Damit sie ist Pionier für die Wissensvermittlung zum Umweltschutz in dieser Bevölkerungsgruppe.

www.yesilcember.eu/de

https://youtu.be/3dVxQKLUYTg

 

Kategorie HANDELN


© Peter Rigaud

MURKS? NEIN DANKE! e. V.

Die gemeinnützige Organisation setzt sich für Haltbarkeit und nachhaltige Qualität ein. Dabei steht die »geplante Obsoleszenz« im Fokus der Bewegung rund um den Initiator Stefan Schridde, der ein gleichlautendes Buch zum Thema geschrieben hat. MURKS? NEIN DANKE! fordert von Produzenten, Handel und Politik, den geplanten Verschleiß zu beenden, und ermutigt, neue Wege zu gehen. Ein Communityportal und verschiedene Initiativen erleichtern es Konsumenten, positive und negative Beispiele transparent zu machen. Damit hat Schridde eine breite Debatte in der Gesellschaft angestoßen und das Thema auf die Agenda gesetzt.

www.murks-nein-danke.de

https://youtu.be/_5_5AhaGKjI


© Sonja Och

Neumarkter Lammsbräu

Das Familienunternehmen setzt als Pionier und Marktführer für Bio-Biere konsequent auf Umwelt- und Naturschutz. Umweltschutz wurde bereits 1977 vom Firmengründer Dr. Franz Ehrnsperger als Unternehmensziel definiert, dies gilt bis heute. Der sorgsame Umgang mit Rohstoffen, Energie, Wasser, Abfällen und die Reduktion betrieblicher Emissionen stehen im Mittelpunkt. Ebenso wichtig ist der wertschätzende Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern. Geschäftsführerin Susanne Horn steckt immer wieder neue Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit und macht damit Neumarkter Lammsbräu zu einem Vorbild für alle.

www.lammsbraeu.de

https://youtu.be/Kp2X0z3QpPQ


© Norman Hoppenheit

unverpackt Kiel lose, nachhaltig, gut

Das 2014 von Marie Delaperrière gegründete Lebensmittelgeschäft war das erste in Deutschland, das vollständig auf Einwegverpackungen verzichtete. Ziel ist, Verpackungsmüll und Lebensmittelabfälle zu vermeiden und Verbraucher zu animieren, den eigenen Konsum zu hinterfragen. Das Kieler Team hat eine deutschlandweite Bewegung gestartet: Durch Weitergabe von Erfahrungen und als Berater inspirierten sie bereits zu mehreren Ladengründungen. Der verpackungsfreie Einkauf soll sich als Alternative zum herkömmlichen Supermarkt etablieren und ein Umdenken der Gesellschaft bezüglich ihres Konsumverhaltens anstoßen.

www.unverpackt-kiel.de

https://youtu.be/691JXI6K9Sg

 

Kategorie DURCHSTARTEN


© Peter Rigaud

Conflictfood

Das Social-Start-up betreibt direkten Handel mit Kleinbauern in Konfliktregionen. So verkaufen sie über ihren Onlineshop beispielsweise Safran aus Afghanistan oder Tee aus Myanmar. Ziel ist es, lokale Strukturen zu stärken und Armut und Fluchtursachen zu bekämpfen. Die Gründer Gernot Würtenberger und Salem El-Mogaddedi reisen persönlich in die Länder, bauen nachhaltige Handelsbeziehungen auf und investieren in Bildungsprojekte. Konsumenten erfahren, woher das Produkt stammt und welche politischen und sozialen Bedingungen in der Region herrschen. So bekommen sie ein anderes Bild, fernab vom Krisenimage.

www.conflictfood.com

https://youtu.be/WhLsIkQGiHc


© Frank Bauer

Orcan Energy AG

Das Technologie-Start-up entwickelt Module zur Stromgewinnung aus Abwärme, die in Industrie, Marine, Verkehr und Energiegewinnung entsteht. Die Abwärme wird in Strom oder mechanischen Antrieb umgewandelt. Von drei jungen Wissenschaftlern aus der TU München heraus wurde der »efficiency PACK« erfunden: Ein auf Basis der Organic-Rankine-Cycle-Technologie (ORC) kompakt konzipiertes Gerät, das direkt an der Abwärmequelle integriert wird und damit im kleinen Leistungsbereich für den Massenmarkt einsetzbar ist. Orcan Energy zeigt, welches erhebliche Potenzial zur CO-Reduzierung der Industrie- und Verkehrssektor hat.

www.orcan-energy.com

https://youtu.be/AFYFO-TP4ak


© Peter Rigaud

Too Good To Go

Mit der App Too Good To Go können Konsumenten kostengünstig Lebensmittel erwerben, die nicht verkauft wurden, nicht aufbewahrt werden können und daher weggeworfen würden. Gastronomische Betriebe und Kunden werden miteinander vernetzt und überproduzierte Lebensmittel zum reduzierten Preis vermittelt. Das ökosoziale Start-up bietet damit eine Lösung entgegen der Ressourcenverschwendung, an der jeder Einzelne partizipieren kann. Too Good To Go will Essen wieder zu mehr Wertschätzung verhelfen – sowohl durch den Umweltschutz als auch durch die Sensibilisierung der Gesellschaft für dieses Thema.

www.toogoodtogo.de

https://youtu.be/4A09FmREL3Q