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© Lena Giovanazzi
Sozialer Konsum

Aus eins mach zwei

Via ZEIT WISSEN • Lisa Hertwig, Hella Kemper, Jakob Wittmann • 18.02.2020

share finanziert mit Nussriegeln und Flüssigseife soziale Projekte

Was ist die Idee? Kaufst du ein Produkt von uns, tust du dir etwas Gutes, und gleichzeitig hilfst du einem Menschen in Not: Ein share-Nussriegel spendet eine Portion Essen, eine Flasche share-Wasser unterstützt den Bau von Brunnen beispielsweise in Kambodscha. Dafür arbeiten wir mit Hilfsorganisationen zusammen, in Deutschland mit den Tafeln und international unter anderem mit den Vereinten Nationen. Unsere Produkte gibt es in über 5000 Filialen von dm und Rewe oder in unserem Online-Shop, sie kosten nicht mehr als andere Markenartikel. Mithilfe eines Codes auf der Verpackung kann man schon im Laden online prüfen, was mit der Spende geschieht. Um die sozialen Projekte zu finanzieren, verzichten wir größtenteils auf Werbung. Die Produktion ist nachhaltig und fairtrade, die Lebensmittel werden ohne unnötige Zusatzstoffe hergestellt und so umweltschonend wie möglich verpackt.

Was waren die größten Hindernisse? Sebastian Stricker hatte schon die App ShareTheMeal mitgegründet. Als wir das Konzept für share aus der digitalen in die physische Welt des Supermarktes übersetzt haben, mussten wir erst einmal Lehrgeld zahlen. Beispielsweise verbogen sich manche unserer Mineralwasser-Paletten beim Transport, sie waren zu schwer: Wir hatten nicht gewusst, dass das Flaschenmaterial für stilles Wasser weicher, also leichter sein kann als das für kohlensäurehaltiges Wasser.

Wie geht es weiter? Wir wollen das ganze Team an share beteiligen. Mit Reis, Pasta und Mehl produzieren wir außerdem noch mehr Produkte. Wir wollen zeigen, dass soziale Verantwortung zumindest mittelfristig die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens verbessern kann.

 

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Für jedes verkaufte Produkt wird ein gleichwertiges Produkt an einen Menschen in Not gegeben – das ist das 1+1-Prinzip von share. Die Lebensmittel, Getränke und Hygieneprodukte von share sind im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogerien erhältlich. Sozialer Konsum wird somit in den Massenmarkt und Spendenbereitschaft ganz selbstverständlich in den Alltag integriert. Die Produktverpackungen werden wo möglich unter ökologischen Gesichtspunkten entwickelt. So sind beispielsweise die Wasserflaschen aus 100 Prozent recyceltem Material hergestellt. Das 2017 von Sebastian Stricker, Iris Braun, Ben Unterkofler und Tobias Reiner gegründete Start-up verknüpft damit mehrere Aspekte der Nachhaltigkeit.