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Zukunft

Das Beste kommt noch

Wie sieht die Welt von morgen aus? Ausgerechnet zwei Experten für die Vergangenheit geben profund Auskunft – der Altmeister Joachim Radkau und der Jungstar Yuval Noah Harari. Beide stimmen in ihren Büchern nicht in den allgemeinen Zukunftspessimismus ein. Elisabeth von Thadden hat sich die Bücher der Autoren genauer angeschaut.

Das erste der beiden stammt von dem 73-jährigen Joachim Radkau aus Bielefeld, dem so angesehenen wie geistreichen Umwelthistoriker, Nervositätsexperten und Max-Weber-Biografen. Seine 544-seitige Geschichte der Zukunft gleicht einem Wimmelbild aus Überraschungen, Kuriositäten und Gedankenblitzen. Die Zukunft, von der Radkau erzählt, liegt in der jüngsten Vergangenheit: Er hat aus den abgelegensten Quellen zusammengetragen, welche Prognosen, Visionen und Irrungen in Deutschland seit dem Kriegsende 1945 die Zukunftserwartungen bestimmt haben, in Ost und West. Atomtod, Bildungskatastrophe, Siegeszug des Sozialismus, Waldsterben, Ende der Arbeitsgesellschaft, Energiewende: Die zahllosen Akteure der Geschichte sind bei Radkau Ingenieure, Lokalpolitiker, Gutachter, Philosophen und Umweltaktivisten, Journalisten, Bauern, Flüchtlinge, Physiker – jeder. Grunddemokratisch.

Dagegen, daneben das andere frisch erschienene Buch: Es stammt von einem hochbegabten israelischen Historiker, dem 40-jährigen Yuval Harari aus Jerusalem, dem man bereits eine spektakulär gut erzählte und verkaufte Kurze Geschichte der Menschheit verdankt und der in seinem neuen, fast 600-seitigen Buch Homo Deus die Geschichte von morgen entwirft, im Wunderkind-Modus, ein großer Wurf, der traumhaft sicher ausmalt, welche Zukunft wir Heutigen vor uns haben.

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