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Science Slam, jetzt auch in grün

Via ZEIT WISSEN • Elisabeth Pörnbacher • 16.10.2016

Wissenschaftler sind nicht dafür bekannt, große Reden zu halten. Das Vorurteil lautet: Sie stehen im Laborkittel an Mikroskopen, vor dem Computer, in der Bibliothek oder im Urwald und versuchen so leise wie möglich zu sein, um keine Tiere zu erschrecken oder Messergebnisse zu verfälschen.

 

Ein Klischee, wie man weiß, seit allerorten vor oft ausverkauften Sälen die so genannten Science Slams stattfinden. Dabei stehen Nachwuchswissenschaftler auf der Bühne und erklären in zehn Minuten, woran sie forschen. Leicht verständlich und witzig – um das Publikum bei Laune zu halten und seine Gunst zu ergattern. Denn: Das Publikum vergibt Punkte und entscheidet, welcher Vortragende am Ende des Abends gewinnen wird.

 

Inzwischen gibt es Science Slams sogar in Spezialdisziplinen, zum Beispiel der Klimaforschung. Klima Slam nennt sich das, vor kurzem zu bestaunen im Hamburger Mojo Club. Der Besucher verlässt die Veranstaltung mit einer Ahnung davon, wie sich aus Holz Treibstoff gewinnen ließe, was Biokunststoffe sind und wie der Klimawandel die Biodiversität von Reptilien beeinflusst. Der Gewinner des Abends überzeugte unter anderem durch seinen Körpereinsatz.