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Für den ZEIT WISSEN-Preis Mut zur Nachhaltigkeit 2020 haben wir diese herausragende Personen, Projekte, Initiativen und Unternehmen ausgewählt.

Kategorie WISSEN


© Maximilian Salzer

Madeleine Daria Alizadeh | DARIADARIA

Madeleine Daria Alizadeh, besser bekannt als die dariadaria, beschäftigt sich mit nachhaltigen Themen aus den Bereichen Mode, Klimawandel und Ernährung. Die Social Media-Influencerin, Autorin, Podcasterin, Betreiberin eines Fair-Fashion-Labels kandidierte zuletzt auch für die Grünen bei der österreichischen Nationalratswahl. Sie vermittelt Wissen durch persönliche Berichte, lebt einen nachhaltigen Lebensstil vor, teilt ihre Erfahrungen und gibt Denkanstöße. Sie selbst wandelte ihr Leben als eine Modebloggerin zur dem einer Umweltaktivistin. Madeleine Daria Alizadeh spricht mit ihren Beiträgen eine junge Zielgruppe an, begeistert diese für Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

www.instagram.com/dariadaria

 

© Andree Kaiser

Prof. Maja Göpel

Die Transformationsforscherin Maja Göpel macht sich für neue Wohlstandsmodelle und entsprechende Veränderungen in politischer und ökonomischer Hinsicht stark. Aktuell ist sie Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltfragen sowie Honorarprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zur Nachhaltigkeitstransformation. Göpel bezieht klar Stellung, fordert einen triefgreifenden Strukturwandel, engagiert sich gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern bei der »Scientists for Future«-Initiative und ist eine der Vordenkerinnen in Richtung nachhaltige Gesellschaften und der dafür notwendigen Innovationen.

www.wbgu.de/de/der-wbgu/geschaeftsstelle/prof-dr-maja-goepel

twitter.com/beyond_ideology

 

© Maria Feck

klimakongress.hamburg

Der Schülerkongress findet seit 2016 jährlich in Hamburg statt und lädt Schülerinnen und Schüler ein, die Welt der Wissenschaft zu entdecken. Dabei rückt die Initiative Naturwissenschaft und Technik (NAT) die Forschung rund um den Klimawandel in den Fokus der Besucher. Die Initiative arbeitet eng mit Wissenschaftlern der Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen, um jungen Menschen ein wissenschaftlich begleitetes Format zu bieten, in dem sie sich mit den wichtigen Fragestellungen rund um den Klimawandel auseinandersetzen können. Durch den angeschlossenen Schülerbeirat sind sie auch selbst an der Gestaltung des Kongresses beteiligt.

www.klimakongress.hamburg

 

Kategorie HANDELN


© Benne Ochs

Hanseatische Materialverwaltung

Die Hanseatische Materialverwaltung betreibt einen gemeinnützigen Fundus für Materialien aus dem Kulturbetrieb. Bühnenbilder, Requisiten und Ähnliches werden nach Filmdrehs, Messen, Events häufig in großen Mengen entsorgt. Mit dem Verleih- und Verkaufskonzept haben z.B. Hochschulen, Schulen oder Kindergärten für kreative Projekte aber auch andere Kreativbetriebe und Kunstprojekte die Möglichkeit günstig Materialien zu beziehen. Das durch Petra Sommer und Jens Gottschau in Hamburg etablierte Konzept und Sharing-Modell Sharing-trägt durch die weitere Nutzbarmachung zur Ressourcenschonung bei und ist vorbildhaft auf andere Regionen skalierbar.

http://hanseatische-materialverwaltung.de

 

© Baptiste Schmitt

Regionalwert AG | Christian Hiß

Die Regionalwert AG wurde 2006 in Freiburg von Christian Hiß als Bürgeraktiengesellschaft ins Leben gerufen. Ziel ist es, regionale Betriebe und Betriebsgründungen der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft durch Eigenkapitalfinanzierung und Support zu fördern. Die Aktionäre sind Bürgerinnen und Bürger, die Verantwortung für ihre Region und ihre Lebensmittelversorgung übernehmen wollen. Die Regionalwert AG geht dabei die Probleme der Land- und Lebensmittelwirtschaft ganzheitlich und unternehmerisch an, in dem die gesamte Wertschöpfungskette in einer Region aufgebaut wird. Regionalwert AG´s existieren inzwischen auch in anderen Regionen, beispielsweise in Hamburg, Berlin/Brandenburg und im Rheinland, weitere sind im Entstehen.

www.regionalwert-treuhand.de

www.regionalwert-ag.de

 

 

© Robert Fischer

Resysta International GmbH

Der Firmengründer Bernd Duna hat das Material Resysta entwickelt, das unter anderem als Ersatz für tropische Hölzer, z.B. für Terrassendielen, Gartenmöbel oder Fassadenverkleidungen, verwendet wird, da es optisch und haptisch zum Verwechseln ähnlich ist. Die Herstellung von Produkten aus Resysta werden an regional agierende Betriebe lizensiert. Das Material besteht zu einem großen Teil aus Reishülsen, einem Reststoff aus der Lebensmittelindustrie. Für alle Reste, die bei der Herstellung, Bearbeitungen, Installation und Deinstallation von Produkten aus Resysta entstehen, wurde ein eigenes Rücknahmesystem ins Leben gerufen. Das so gesammelte Rezyklat wird wieder zur Herstellung von neuen langlebigen Produkten aus Resysta verwendet.

www.resysta.com

 

Kategorie DURCHSTARTEN


© Roderick Aichinger

RECUP GmbH

RECUP will das Coffee-to-go-Geschäft mit dem flächendeckenden Pfandsystem für Getränke-Mehrwegbecher revolutionieren und Menschen inspirieren, ihre Konsumgewohnheiten zu verändern. Die Becher werden für 1 Euro Pfand geliehen und können bei allen RECUP-Partnern des deutschlandweiten Netzwerks zurückgegeben werden und man erhält das Pfand zurück. Die Vision von RECUP ist es, Deutschland Einwegbecher-frei zu machen. Das 2016 von Fabian Eckert und Florian Pachaly gegründete Unternehmen lebt soziale und unternehmerische Verantwortung aktiv und will zeigen, dass man auch mit nachhaltigen Geschäftsmodellen erfolgreich sein ein.

https://recup.de

 

© Patrick Slesiona

Peer Sachteleben

Der Osnabrücker Jungbauer Peer Sachteleben hat ein neues Konzept zur Schweinehaltung entwickelt. Die Tiere werden in mobilen Ställen gehalten, die gleichzeitig Schutz und genug Auslauf bieten. Durch die flexibel versetzbaren Ställe können die Tiere regelmäßig auf neue Auslaufflächen versetzt werden, erleben natürliche Wetterreize, Abwechslung und Bewegungsfreiheit. Davon profitieren neben den Tieren auch der Boden sowie die Kulturpflanzen und ermöglichen ein geschlossenes System zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Landwirtschaftsbetrieben. Mit dem innovativen Konzept von Sachteleben wird eine art- und umweltgerechte Fleischproduktion möglich.

https://schlehbaumhof.de

 

© Lena Giovanazzi

share GmbH

Für jedes verkaufte Produkt wird ein gleichwertiges Produkt an einen Menschen in Not gegeben – das ist das 1+1-Prinzip von share. Die Lebensmittel, Getränke und Hygieneprodukte von share sind im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogerien erhältlich. Sozialer Konsum wird somit in den Massenmarkt und Spendenbereitschaft ganz selbstverständlich in den Alltag integriert. Die Produktverpackungen werden wo möglich unter ökologischen Gesichtspunkten entwickelt. So sind beispielsweise die Wasserflaschen aus 100 Prozent recyceltem Material hergestellt. Das 2017 von Sebastian Stricker, Iris Braun, Ben Unterkofler und Tobias Reiner gegründete Start-up verknüpft damit mehrere Aspekte der Nachhaltigkeit.

www.share.eu